Inbound Marketing – Das Playbook

René Neubach | 17. Oktober 2018 | Inbound Marketing

Inbound Marketing

„Wie kann ich Kunden für mich gewinnen?” Diese Frage ist so alt wie das Marketing selbst. In einem etwas breiteren Kontext betrachtet vielleicht sogar so alt wie der Mensch selbst. Wir erklären in diesem Playbook wie es Ihnen mithilfe von Inbound Marketing gelingt, attraktiv auf Ihre Zielgruppe zu wirken, deren wahre Wünsche und Bedürfnisse zu erkennen und entsprechend auf sie einzugehen.

Die folgenden sturmerprobten Inbound Marketing Techniken verwandeln jeden noch so leisen Online-Marketer in einen unwiderstehlichen Kunden-Magneten.

Nicht suchen, sondern gefunden werden

Inbound Marketing (engl. inbound: ankommend) ist eine Verkaufsmethode, die darauf aufbaut, von Kundinnen und Kunden gefunden zu werden. Denn: „Wer aufhört zu suchen, wird gefunden.”  Das weiß jeder Single. Outbound Marketing – das verzweifelt suchende Pendant zum Inbound Marketing – versucht meist relativ wahllos, eine breite Masse per Post, Print-, Radio- und TV-Werbung, Flyer, SPAM und Telefon zu erreichen. Im Gegensatz dazu greift Inbound Marketing zur Kundengewinnung und -bindung zu den bedeutend subtileren Methoden des Content Marketings: eMail, SEO, Social Media, Blogs etc., die durch Marketing Automatisierung unterstützt werden können. Videos mit echtem Informationswert statt nervigem Allerwelts-TV-Spot. Themenrelevanter Blog Post statt nichtssagender Print-Anzeige. Hochwertige Inhalte, die Mehrwert schaffen und Userinnen und User neugierig auf mehr machen, statt platter Kaltakquise. Inbound Marketing verspricht langfristig nicht nur stabilere Kundenbeziehungen, sondern auch Kosteneinsparungen durch zielgerichteteres Kommunizieren und Multiplikator-Effekte über intrinsisch motivierte Kunden, die Ihre Inhalte weiterverbreiten.

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Sich finden zu lassen bedeutet allerdings nicht zurücklehnen und abwarten. Man muss schon rausgehen. Zuhause wird man schwer gefunden – auch das weiß jeder Single. Auf Seite 2 der Suchmaschinen-Ergebnisliste wird man Sie ebensowenig heimsuchen. Um erfolgreich zu sein im Gefunden-Werden, müssen Sie sich zunächst folgenden Fragen stellen: Wo hält sich meine Zielgruppe gerne auf? Was interessiert sie? Wonach sucht sie? Positionieren Sie sich entsprechend. Sichtbar aber unaufdringlich. Demonstrieren Sie Tiefe, indem Sie durch Ihre Inbound Marketing Aktivitäten gehaltvollen Content zu Themen anbieten, von denen Sie wissen, dass sie für Ihr Publikum relevant sind. Ohne zu werben oder verkaufen zu wollen. In der Anbahnungsphase sollte Ihre Aufmerksamkeit und damit Ihr kommunikativer Fokus ausschließlich Ihrer Zielperson gelten.

Alles kann, nichts muss

Überstürzen Sie nichts! Machen Sie nicht den Fehler, mit der Tür ins Haus zu fallen. Ein plumpes Verkaufsangebot beim ersten Kontaktpunkt ist wie ein Heiratsantrag beim Blind Date – die Erfolgswahrscheinlichkeit ist in beiden Fällen vernichtend gering, was einen Versuch weder Ihre Zeit, noch Ihr Geld wert macht. Der erste Touchpoint sollte mehr wie ein glücklicher Zufall sein, eine vermeintlich flüchtige Berührung, die eine subtile aber kraftvolle Spur hinterlässt. Es wird eine Saat gestreut, die – wenn sie entsprechend genährt und gepflegt wird – vielleicht erst Wochen, Monate oder auch Jahre später keimt. Oder auch nicht. Um in den Worten des Content Marketers zu sprechen: Content Seeding streut Inhalte auf strategische Art und Weise, die eine virale Verbreitung innerhalb des Publikums der Zielgruppe zum Ziel hat. Jenen Userinnen und Usern, bei denen die Saat keimt – sprich, die sich für den Content interessieren – wird im Zuge darauffolgender Inbound Marketing Aktivitäten weiterführender Inhalt angeboten. Diese Weiterqualifizierung von Leads ist Teil des sogenannten Lead Nurturings, das schlussendlich die Konvertierung von Leads zu Kundinnen und Kunden zum Ziel hat.

Die Methode

Inbound Marketing ist eine Kunst – allerdings keine, die man nicht erlernen könnte. Wir empfehlen ein Vorgehen in 4 Schritten:

1. Traffic generieren

„Hi.”
Im ersten Schritt geht es darum, die Besucherinnen und Besucher auf Sie aufmerksam zu machen – sprich, Traffic auf Ihre Kanäle zu bringen. Dabei unterscheidet man grundsätzlich organische und bezahlte Reichweiten, je nachdem, ob Sie über bezahlte Anzeigen Kontakt zu Ihrem Publikum herstellen oder nicht. In jedem Fall ist es dabei ausschlaggebend, wie gut Ihre Inhalte mithilfe von Suchmaschinenoptimierung (SEO) auf die Suchbegriffe Ihrer Zielgruppe optimiert sind. Denn wer sich nicht finden lässt, bekommt auch keinen Besuch. No na.

2. Besucher zu Leads machen

„Darf ich deine Nummer haben?”
Durch relevanten Content gewonnene Besucherinnen und Besucher werden im zweiten Schritt in Leads umgewandelt, sofern Sie an weiterführenden Inhalten zu Ihrem Informations- und Leistungsangebot interessiert sind – und zwar dermaßen interessiert, dass sie dafür ihre Kontaktdaten mit Ihnen teilen. Haben Sie beispielsweise eine Kundin über Ihren Social Media Kanal auf Ihre Landingpage geführt – also als Besucherin gewonnen – können Sie ihr dort die Möglichkeit geben, sich für weitere Inhalte zu Ihrem Newsletter anzumelden.

3. Leads zu Kunden konvertieren

„Willst du mit zu mir gehen?”
Kurz gesagt ist es von essentieller Bedeutung, Inbound Marketing vor eben diesem Hintergrund zu verstehen. Denn wenn Sie nichts zu sagen haben, werden Sie niemanden erreichen können, geschweige denn eine Beziehung zu Ihren (potentiellen) Kundinnen und Kunden herstellen können. Anders ausgedrückt: Ohne Treibstoff keine Energie. Erst der Content lässt die Reifen drehen.

4. Aktivitäten analysieren

„Wie war ich?”
Um Ihre Inbound Marketing Aktivitäten nachhaltig profitabel und zufriedenstellend gestalten zu können, müssen sie deren Erfolg regelmäßig messen. Analysieren Sie die Effektivität Ihrer Maßnahmen und passen Sie Ihre Strategie entsprechend an. Moderne Tools können dabei helfen, Optimierungspotenziale aufzuzeigen und Sie Ihrer Zielgruppe noch näher bringen.

Wir sind überzeugt davon, dass Sie anhand dieser Inbound Marketing Methodik das Beste aus sich herausholen können und schon bald viele Kundinnen und Kunden sehr glücklich machen werden. Wenn Sie mehr zum Konzept des Inbound Marketing erfahren möchten, und darüber, welchen höheren Zweck es verfolgt, dann klicken Sie hier.

Sollten Sie darüber hinaus noch offene Fragen haben, stehen wir gerne bereit als Ihr Wingteam, Ihre Date Doctors, Ihre Matchmakers.

Ansonsten: Game on!

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