Marketing Consultant Maren Waffenschmid: „Mein Content King hat 'nen Harem”

Vanessa Kraut | 29. August 2019 | Content Marketing | Lesedauer: 3 Minuten

Maren Waffenschmid

Um richtig guten Content zu machen, braucht es viele unterschiedliche Zutaten und jemanden, der sie überblickt und weiß, was damit anzufangen ist. Und genau hier kommt unsere Kollegin Maren Waffenschmid, Marketing Consultant, ins Spiel.

Als eine unserer Projektmanagerinnen organisiert, koordiniert und plant sie. Sie behält die Übersicht über interne Projekte und die unserer Kunden. Zwischen Strategiemeetings, Redaktionssitzungen und Prozessbesprechnungen stellt sie sicher, dass ein glorreiches Endprodukt entsteht.

Was ihr Freude daran macht? Die Wechselbeziehung zwischen Content und Medium hautnah zu beobachten und zu steuern. Mit einem akademischen Hintergrund in Theater-, Film- und Medienwissenschaft holt Maren leidenschaftlich gerne das Theoretische in die Content Marketing Praxis. Was sie besonders inspiriert und wieso sich im Harem des Content King Chaos und Ordnung nebeneinander tummeln, lesen Sie im Interview.

Du machst also auch was mit Content?

Was sonst? Für Geschichte und Geschichten, Informationen, Daten und Wissen – soziales, emotionales und faktisches – sowie dessen Vermittlung schlägt einfach mein Herz. Dabei bestimmt der Inhalt das Medium und das erschafft wiederum die Art und Weise der Präsentation – wundervoll.

Wie erklärst du deiner Mama was Content ist?

Mama, das ist alles, was dir Antworten liefert auf deine Fragen. Egal in welcher Form – auditiv, visuell, atmosphärisch, haptisch, textlich, emotional…
Und ganz ehrlich: Eigentlich ist Content nur ein anderes Wort für Inhalt – also Informations- und Wissensbereitstellung.

Lieber Content machen oder schauen?

Machen! Schauen ist auch wichtig, sonst weiß man ja nichts. Aber Machen ist definitiv mein Favorit. Kreativ sein, ausprobieren, scheitern, aufstehen und Krönchen richten. ;)

Oder doch essen? Wie schmeckt Content für dich?

Content ist für mich wie Butterbrot. Es gibt nichts Besseres! Substantiell und nahrhaft für Geist und Seele. Mit Salz oder Schnittlauch abwechslungsreich und „gschmackig“. Je nach Brot-Typ überraschend, interessant und flexibel für die Beilagen – die kann ich, wie den Ort an dem ich Content konsumiere, selbst wählen: Honig, Wurst, Käse, Gemüse, Obst, Schokolade, Nudeln oder Fleisch – es gibt wenig, was sich mit Brot nicht noch besser genießen lässt. Und wenn das Brot dann auch noch selbstgemacht ist – der Hammer!

If content is king, who is queen?

Also ich glaube, mein King hat ‘nen Harem:

  • Da sind zum einen Kreativität und Mut: Zwei Komponenten, die der königliche Content an seiner Seite braucht, um auf die Umgebung, aktuelle Geschehnisse und den Zeitgeist einzugehen – und darüber hinaus zukunftsgerichtet und vorausschauend zu regieren. Ohne Mut zu Wagnissen geht da gar nichts, finde ich.
  • Dann gibt es Recherche, Strategie, Taktik und natürlich Storytelling: Ebenfalls gleichberechtigte Akteurinnen für eine funktionierende Regierung. Denn wie sollen Informationen sonst generiert, zubereitet und ansprechend angerichtet den richtigen Gästen serviert werden?
  • Abgeschlossen wird der Reigen mit Ordnung, Chaos und Struktur: Klingt zwar seltsam, aber unser Content-König braucht die Abwechslung des ungleichen Paares Ordnung und Chaos. Struktur ist da noch am ehesten unter den „willigen“ Dienerinnen einzuordnen.
Ich glaube, ich mag das monarchische System nicht sonderlich – vielleicht machen wir eine Demokratie mit Kabinett und Parlament aus dem Bild?
Content Creation: Was bringt deine Content Maschine auf Touren?

Langeweile, passive Fortbewegung (wie Zugfahren) und mein Badezimmer. Eigentlich alles, was mit Zeit, Fluss und Wasser zu tun hat. Alkohol hilft manchmal auch…

Früher Vogel oder Nachteule?

Das kommt auf die Jahreszeit an. Ich stehe quasi mit der Sonne auf – seltener gehe ich schon mit ihr zu Bett. Viel Schlaf brauche ich nicht. Dafür kann ich bei Müdigkeit immer und überall einschlafen. Gibt’s so’n Vogel oder sind wir da wieder bei den Steinen?

Cross-Fit oder Yoga?

Hm. Die Auswahl ist ja ein bisschen mager. Ich mag die Abwechslung und lerne sehr ehrgeizig für mehrere Monate oder Jahre unterschiedlichste Sportarten. Momentan Yoga und Lauftraining. Sonst auch gerne Tanzen – bis zu meiner Knieverletzung – Radeln, Fechten, Schwimmen, Cross-Fit, Fußball und anderes, was Spaß macht und körperlichen Ausgleich verspricht.

Kaffee oder Tee?

Kaffee nutze ich gegen Kopfschmerzen – das heißt ziemlich häufig. Tee gegen Stress und schlechte Stimmung, denn vor allem für Kräuteraromen wie Melisse oder Fenchel bin ich sehr empfänglich.

Was ist dein Desktophintergrund?

Puh. Auf welchem Bildschirm? Am Smartphone irgendwas Blaues, am privaten Laptop ein Herbstbild mit warmen goldenen Farben und einem weiten Landschaftsblick, am Tablet eine verträumte Hügelansicht im Nebel und am Arbeits-PC gibt es so viele geöffnete Screens, dass ich es nicht mehr weiß. Ich glaube es ist ein Wüstenbild, das sich der Tageszeit anpasst.

Social Content: Facebook, Insta, YouTube – welchen Channel stalkst du am liebsten?

Facebook. Da bin ich einfach reingewachsen. Mittlerweile ist es mein Info-Medium, was die für mich relevanten News angeht: Eine Mischung aus persönlichen Neuigkeiten von Freunden und Bekannten und für mich interessanten Veranstaltungen, Artikeln und Buchtipps, medial diversem Content aus Kultur, Museum, Marketing und der digitalen Medienwelt, sowie Nachrichten aus der Heimat über Tagesschau, ORF und Heilbronner Stimme.

Binge watching – wir wissen, du tust es auch! Auf welcher Serie bist du hängen geblieben?

Ui ui ui – erwischt. Letztes Wochenende habe ich mal wieder eine neue Serie entdeckt: Absentia. Die zwei Staffeln hab ich durch. Da Serien aber immer so schnell „leer“ werden, bin ich wieder zu Phantasieromanen zurückgekehrt. Da gibt es wenigstens quasi unerschöpflichen Nachschub.

Welchen Content hat dein Milchpackerl: Kuhmilch oder Soja?

Kuh! Allerhöchstens noch Mandel. Aber Soja…brrr.

Hidden Content: Ganz unter uns – welche Leichen hast du im Datenkeller?

In welchem? :) Fotokammerl, geschriebener Text oder Fachbuch-Downloads in Mendeley, PDFs, Präsentationen…? Eigentlich gruseln mich weniger die Leichen sondern die Unordnung, die mich in meinen Datenkellern erwartet (sagt die überstrukturierte Projektmanagerin).



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Maren Waffenschmid

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