Was eine gute Content Marketing Redakteurin ausmacht

Vanessa Kraut | 25. Juli 2019 | Content Marketing

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Wenn das Ma­nage­ment das Hirn ei­ner Mar­ke­ting A­gen­tur ist, dann ist die Re­dak­tion ihr Herz. Hier wird Stra­te­gie in Con­tent um­ge­wan­delt. Aber was ge­nau zeich­net ei­ne gu­te Re­dak­teurin im Con­tent Mar­ke­ting aus? Re­dak­teurin Carina Sitz gibt uns Ant­wor­ten aus ei­ge­ner Er­fah­rung.

Carina gab bereits in früheren Beiträgen am Blog fachkundige Einblicke in den Redaktionsalltag und dessen Anforderungen, wie hier zum Thema Interviews und berichtete mehr über sich selbst und ihre Arbeitsweise in ihrer Mitarbeitervorstellung. In fünf Punkten beantwortet sie nun die Frage, was eine gute Redakteurin im Content Marketing ausmacht. Soviel vorweg: Begeisterungsfähigkeit dürfte wohl die wichtigste aller Eigenschaften sein.

1. KREATIVITÄT MIT SELBSTMANAGEMENT VEREINBAREN

Content Produktion ist Kreativarbeit und verlangt als solche Freiraum, um Ideen gedeihen zu lassen. Kreativität ist aber nur eine von mehreren Anforderungen an eine Redakteurin. „Zum einen ist es eine gewisse Form von Schizophrenie, die man haben muss. Dieses Annehmen von verschiedenen Persönlichkeiten, je nachdem, für welchen Kunden man schreibt. Dazu gehören unterschiedliche Stile, die man parat haben muss“, so Carina. „Und zum anderen ist es je nach Workload natürlich auch Selbstmanagement.“

Der Kreativprozess muss sich also in manchen Fällen dem Zeitplan unterordnen. Um beides unter einen Hut zu bekommen, hilft eine gute Selbstkenntnis über die eigene Arbeitsweise. Carina’s Tipp hierfür ist die Trial-and-Error-Methode. Während zu bestimmten Tageszeiten die Ideen nur so sprudeln, eignen sich andere eher für Recherche oder organisatorische Arbeiten. Beachtet man dies, können Zeitfenster zwischen Terminen optimal genutzt und kreative Phasen leicht in den Tagesablauf eingebunden werden. Hat man also einmal die passende Arbeitsweise für sich gefunden, heißt es nur noch konsequent dabeizubleiben.

2. MIT INTERESSE RECHERCHIEREN, INTERVIEWEN UND SCHREIBEN

Interviews, als Teil der Recherchephase, gelingen besser mit einem ehrlichen Interesse an den Kundinnen und deren Themen. Diese Begeisterungsfähigkeit der Redakteurin ist für die Interviewpartnerinnen und nicht zuletzt auch für die Endkonsumenten spürbar, meint Carina: „Ich habe sehr stark das Gefühl, dass man zwischen den Zeilen herauslesen kann, was die Person, die den Artikel geschrieben hat, denkt.“ Kann sich also schon die Redakteurin für ein Thema begeistern, schreibt und liest sich ein Text mühelos.

Das Interesse für Themen sollte bestenfalls bereits vor dem Interview aufkommen. Denn gute Vorbereitung ebnet den Weg für ein gelungenes Interview. Das liegt auch daran, dass die Zeit während des Gesprächs genutzt werden sollte, um auf Interviewpartnerinnen einzugehen. Der Tag des Gegenübers ist oft dicht gedrängt und jede Minute Interviewzeit kostbar. Verschafft sich eine Redakteurin bereits im Vorfeld einen guten Überblick über das Thema und stellt die richtigen Fragen, hebt sich auch die Qualität des Interviews.

3. THEMEN GREIFEN UND DIE RICHTIGE TONALITÄT FINDEN

In der Zusammenarbeit mit Kundinnen gilt es für Redakteure, nicht nur ein Hintergrundwissen aufzubauen, sondern auch den Ton des Zielpublikums zu treffen. „Jeder Kunde möchte sich in dem Content, den wir produzieren ja auch wiederfinden“, sagt Carina. „Insofern ist es für die Redakteurin wichtig, sich in die Lesenden hineinfühlen zu können und Sprachrohr für die Person zu werden, die man interviewt.“ So soll für das Unternehmen eine Stilistik und Tonalität entwickelt werden, die dennoch die persönliche Note der Redakteurin beibehält. Dadurch wird ein Kompromiss geschaffen, der sowohl die Unternehmenskultur als auch die Persönlichkeit der Redakteurin mittragen kann.

Besonders zu Beginn der Zusammenarbeit mit Kundinnen muss man sich an einen Stil herantasten, der für beide Parteien gut funktioniert. Hier gilt es, Unternehmen ohne Scheu auch sehr genau zu befragen. Carina selbst sagt, in ihrer Anfangszeit hätte sie gerne den Ratschlag bekommen, keine Angst davor zu haben, simple Fragen zu stellen. Was zählt ist, dass die Redaktion das Thema und die Kunden gut begreifen und auch widerspiegeln kann.

4. LESEFLUSS UND STRUKTUR BEACHTEN

Eine gute Content Marketing Redakteurin definiert sich nicht zuletzt durch das Produkt ihrer Arbeit. In Bezug auf Artikel und Texte gilt für Carina: „Ein gelungener Beitrag ist einer, der mich in den ersten beiden Sätzen abholt und mich durchführt bis zum Ende, ohne dass ich darüber nachdenke, ob ich weiterlesen möchte oder nicht.“

Um das Lesen außerdem so angenehm wie möglich zu gestalten, verlangt es nach einem Gefühl für Balance. Während der Lesefluss eines Textes gewährleistet werden sollte, darf nicht auf eine gewisse Struktur und den Aufbau verzichtet werden. Denn Leserinnen orientieren sich gerne an Bulletpoints und das menschliche Auge freut sich über eine Textgliederung. Insgesamt soll ein Text sowohl in der Gliederung wie im Inhalt ein rundes Ganzes ergeben und leicht in einem Zug lesbar sein.

5. AUF GRUNDKENNTNISSEn AUFBAUEN

Um gutes Content Marketing zu betreiben, muss man kein Tausendsassa sein. Aber es ist eine gute Basis notwendig, um neue Content Formate schnell verstehen und optimal einsetzen zu können. Darunter fällt ein Grundverständnis für die spezifischen Anforderungen des Content Marketings und der redaktionellen Arbeit. Durch eine gefestigte Beherrschung der Grundqualifikationen können Redakteurinnen flexibel auf neue Herausforderungen und Formate reagieren und sich professionell weiterentwickeln.

Was eine gute Redakteurin ausmacht, ist also die Begeisterungsfähigkeit für die unterschiedlichen Herausforderungen des Content Marketings, sowie Empathie für Unternehmen und Kunden. Mit einem gut ausgestatteten Basis-Werkzeugkasten, in dem sich Textgefühl, Selbstmanagement und gute Planung befinden, können sich Unternehmen mit gutem Gewissen auf die Content Marketing Redaktion verlassen.

 

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